This letter made me laugh out loud...the funniest thing I've read in a very long time. I won't dedicate any time to translating it (apologies to non-German speakers) but the gist of it is as follows after the letter (whole text reprinted below, I couldn't resist...)
Ausschreibung des KaNiLu-Verlages
Sehr geehrte Damen und Herren,
wer oder was ist Afrodeutsch? Vermutlich kann das niemand besser beurteilen als Ihre Organisation [derbraunemob.de - sharon]. Doch noch immer setzt sich die breite Öffentlichkeit zu wenig mit diesem Thema auseinander. Sicher, vielen Bürgern ist mittlerweile bewußt, daß man/frau nicht unbedingt eine weiße Hautfarbe haben muß, um deutsch zu sein oder auch deutsch zu fühlen.
Dunkelhäutige Fußballnationalspieler wie Gerald Asamoah oder Patrick Owomoyela sind in den Medien sehr präsent und tragen so zu einem positiven Bild eines Afrodeutschen bei. Und die Musikszene bringt
permanent afrodeutsche Künstler hervor, egal, ob sie Soul, Rap oder einfach nur gute Popmusik anzubieten haben. Doch noch immer fehlt die nötige Akzeptanz in der deutschen Gesellschaft, von denen nur die wenigsten wissen, daß es in der Zeit vor dem 1.Weltkrieg zahlreiche dunkelhäutige Menschen in Berlin und Hamburg lebten und ihre Gegenwart so gar nicht exotisch war - zumindest für damalige Verhältnisse.
Genau hier möchte der neugegründete KaNiLu-Verlag aus der Nähe von Freising ansetzen. Der Verlagsinhaber, Jörg Scharnweber, beschäftigt sich seit langer Zeit mit dem afrodeutschen Themen. Dabei kam er auch zu dem Ergebnis, daß höchstens afrodeutsche Männer im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Die Frauen hingegen scheinen im öffentlichen Bewußtsein nur in der zweiten Reihe vertreten zu sein. Aus diesem Grund möchte der KaNiLu-Verlag eine Anthologie veröffentlichen, in der
ausschließlich afrodeutsche Frauen zu Wort kommen sollen.
Für diese Anthologie werden Autorinnen gesucht, die über ihren Alltag als afrodeutsche Bürgerinnen berichten: Erfahrungen auf Ämtern und Behörden, Erlebnisse beim Einkaufen, in der Schule/Uni oder einfach nur auf der Straße. Texte über Vorurteile gegenüber Afrodeutschen oder Beiträge darüber, welche Besonderheiten und Überraschungen der deutsche Alltag für die Autorinnen bisher bereit gehalten hat. Das können Vorstellungsgespräche bei einem potentiellen Arbeitgeber genauso sein
wie die Führerscheinprüfung oder Erlebnisse als farbige Ehefrau mit den weißen Schwiegereltern. Ideen für Beiträge im afrodeutschen Alltag gibt es genug und jede afrodeutsche Frau hat so ihre eigene Geschichte zu erzählen.
Damit potentielle Autorinnen Ihres Vereins entsprechend informiert und motiviert werden, veröffentlichen Sie bitte einen entsprechenden Hinweis auf Ihrer Homepage oder in den Vereinsnachrichten. Oder hängen Sie dieses Mail einfach in den Schaukasten Ihres Vereins aus. Sollten Sie bei einer Veröffentlichung in einem Print-Medium entsprechende Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an den Verlag. Rückfragen beantworten wir unter 0173 / 67 68 501 oder aber Sie nutzen die Kontaktdaten unserer Homepage (www.kanilu-verlag.de)
Zu den Einsendevoraussetzungen: Die Autorinnen möchten ihre Texte an u.g. Postfachadresse senden und der Umfang sollte 8 DIN A 4-Seiten nicht überschreiten.Kürzungen der Texte behalten wir uns vor. Bitte bei der Einsendung die vollständige Postadresse sowie E-Mail-Adresse und Handy-Nr. nicht vergessen! Die eingereichten Beiträge, die nicht in die Anthologie übernommen werden, werden nur gegen beigefügtes Rückporto wieder an die Verfasserin zurückgeschickt. Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.
Die besten und geeignetsten Texte werden im Rahmen einer Anthologie veröffentlicht, die bundesweit vertrieben wird. Beteiligte Autorinnen können diese zu Sonderkonditionen erwerben.
Senden Sie Ihre Beiträge bitte an: KaNiLu-Verlag, Postfach 11 04, 85378 Eching
Viele Grüße aus Bayern,
J. Scharnweber
Our dear friend Joerg understands our issues...especially those of Black German Women! He has been interested in Black German issues for years, and has come to realise that in public discourse, if they are mentioned at all, it's only the guys who we get to hear about. He feels bad about that so he's offering us gals the chance to have our voices heard!
Bloody hell!!!
Just imagine, the chance to write about your everyday racist experiences, and someone else will read them and if he likes 'em - you get to see your name in print! And he gets to sell a few books, and you can have a free copy of one if you like! (Yeah, on some special condition, that he hasn't mentioned yet). And...of course, the best bit is you get to continue to live your authentic life, dominated by sexism and racism while he carries on in his! (Although he will perhaps have a bit more money, I'm sure that's not the priority...).
So yeah! Let's tell him! What its like to be a "coloured wife with white in-laws", or our most horrendous stories of being at school or simply day to day racist experiences while you do your shopping! - the most exciting stories win! (Actually, I am not sure exactly what the criteria is for the story to make it into the book). Send them in - he won't return them if you don't provide an envelope though.
Oh and if he does publish your story, you don't have any copyright ownership. But...hey, at least you will be in print, right? It's not as if Black Women have the chance to publish anywhere else is it?
LMAO...
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